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Presseinformation am 31. August 2012

Höchster Kreisblatt

"Die Armut im Kreis verfestigt sich"

Caritas und Diakonie warnen davor, Programme für Langzeitarbeitslose aus Geldmangel einzustellen

 
Der Verzicht auf die Prävention könne richtig teuer werden, meinen die Verbände, denn ohne geförderte Jobs würden manche Menschen dauerhaft bedürftig.

Von Hanspeter Otto
 

Hofheim. Caritas und Diakonie machen sich Sorgen. Immer knappere Haushalte gefährden auch ihre Arbeit, beispielsweise mit langzeitarbeitslosen, Menschen. 4438 Haushalte, das sind weit über 9000 Menschen, sind im Main-Taunus-Kreis von Sozialhilfeleistungen teilweise oder ganz abhängig. Das ist zwar eine Verringerung um 191 "Bedarfsgemeinschaften" gegenüber dem Jahr 2010, die beiden christlichen Wohlfahrtsverbände finden es aber besorgniserregend, dass die Zahl, der Alleinerziehenden, die auf Sozialhilfe angewiesen ist, ebenso steigt, wie die der Aufstocker (222 gegenüber dem Vorjahr), die von ihrer Arbeit nicht leben können. Außerdem ist die Zahl der Menschen mit Minijobs "dramatisch gestiegen", im vorigen Jahr um fast das Doppelte auf 1118 Menschen. Ottmar Vorländer, Chef der MTK-Caritas, und Solveig Burczik, seine Kollegin in der Diakonie, stellen fest: "Der Aufschwung ist bei prekären Arbeitsverhältnissen nicht angekommen. Im Gegenteil, Armut verfestigt sich auch im Main-Taunus-Kreis."

Dazu kommt, dass die Wohlfahrtsverbände allein 2010 insgesamt 800 000 Euro weniger zur Verfügung hatten. Das waren Bundesgelder, die der Bund gestrichen hat und die niemand ersetzt hat. Ein Viertel der Plätze bei AEG Signum, die jungen Menschen den Einstieg ins Arbeitsleben ermöglichen sollte, sind inzwischen verloren. Die Selbsthilfe im Taunus (SiT), die sich ebenfalls intensiv um die Gruppe der Langzeitarbeitslosen kümmert, ist insolvent. Man wolle versuchen, im Insolvenzverfahren möglichst viele dieser Arbeitsplätze zu retten, erklärte SiT-Geschäftsführer Bernhard Fielenbach vor einigen Wochen. Was daraus wird, ist noch offen.

Ottmar Vorländer erklärt das Problem: "Es gibt eine Reihe von Menschen, die werden nie eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Sie haben Handycaps, sind zu langsam, können sich nicht in eine normale Arbeitsstelle einordnen. Für sie muss es Arbeitsmöglichkeiten geben." Die 80 Arbeitsplätze, die die Wahlfahrtsverbände für diese Gruppe geschaffen haben, sind inzwischen mangels Finanzen wieder abgebaut worden. Vorländer: "Wenn diese Menschen, darunter viele junge, keinen Job bekommen, dann werden sie dauerhaft zu Hartz IV-Empfängern und fallen anschließend in die Arbeitsarmut." Das heißt, der Staat muss sie versorgen. Die Folgen setzen sich fort. Die Verbände in einer Erklärung: "Armut vererbt sich, und der Teufelskreis von geringem Bildungsstand, mangelnder Ausbildung, prekärer Beschäftigung und Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt sich."

Der Kreis als "Optionskommune" habe da eine besondere Verantwortung, sind sich die beiden Wohlfahrtsverbände einig: "Deshalb darf, trotz Engpässen im Kreishaushalt, der lokale Gestaltungsauftrag im Sinne einer aktiven Beschäftigungspolitik nicht eingefroren oder abgebaut werden." Sie fordern einen dritten, öffentlich geförderten Arbeitsmarkt" für benachteiligte Langzeitarbeitslose, "sinnstiftende, niedrigschwellige Beschäftigung in der Wirtschaft", vor allem in Nischen im Handwerk, "Qualifizierung und Beschäftigungsförderung für Alleinerziehende" und die "berufliche Integration von Migranten". Dazu müsse der Kreis auch Eigenmittel einsetzen, denn der Verzicht auf Prävention vor Langzeitarbeitslosigkeit werde am Ende für die Sozialsysteme richtig teuer.
 

 
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